Was muss ich bei der Immobilienfinanzierung beachten? – Ein Überblick

Das kleine 1x1 der Immobilienfinanzierung

Du hast dich für den Kauf einer Immobilie entschieden oder spielst zumindest mit dem Gedanken, ein Haus oder eine Wohnung zu erwerben? In beiden Fällen gilt es, zunächst herauszufinden, welche Finanzierung für dich leistbar ist. Wir unterstützen dich dabei mit dem folgenden Beitrag.

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Der erste Schritt: Die Haushaltsrechnung

Vor der Umsetzung kommt natürlich immer die Planung. Wir empfehlen dir deshalb, gleich zu Beginn eine Haushaltsrechnung durchzuführen, um denjenigen Teil deines Einkommens zu bestimmen, der dir für eine monatliche Kreditrate zur freien Verfügung steht. Der erste Schritt den du hierfür machen ist: Addiere deine monatlichen Einkünfte. Dazu gehören

  • dein Nettoeinkommen (Einkommen exklusive Steuern und Sozialabgaben)
  • Einkünfte durch Beihilfen (z.B. Kinder-, Familien- oder Studienbeihilfe)
  • etwaige Mieteinnahmen
  • allfällige Renten

Bedenke hierbei auch, dass etwaige Beihilfen während der Kreditlaufzeit eingestellt werden könnten und sich dein Einkommen dadurch, ganz ohne ein Verschulden deinerseits, ein wenig verringern könnte.

Hast du alle deine Einkünfte addiert und die Rechnung gründlich überprüft, bist du bereit für den nächsten Schritt, in dem es um deine monatlichen Ausgaben geht. Dafür addierst du ganz einfach deine Fix- und Lebenshaltungskosten. Zu diesen gehören

  • Miete sowie Betriebs- und Energiekosten
  • Kosten für Telefon, Internet und Rundfunk
  • Mobilitätskosten (Kosten für eigene Fahrzeuge und/oder öffentliche Verkehrsmittel)
  • Versicherungen
  • Abonnements von Zeitschriften, Streamingdiensten etc.
  • Unterhaltszahlungen, Verpflegung und Kleidung
  • und auch alle Ausgaben für deine Hobbies

Schließlich ziehst du deine Ausgaben ganz einfach von deinen monatlichen Einnahmen ab. Die Differenz zwischen monatlichen Einkünften und Ausgaben ergibt dann dein frei verfügbares Einkommen. Ganz einfach, oder? Richtig.

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Vom Haushaltseinkommen ganz einfach zur Kreditrate

Da du jetzt einen guten Überblick über dein Haushaltseinkommen hast, kannst du als nächstes die für dich leistbare Kreditrate berechnen. Wichtig: Achte unbedingt darauf, genügend Reserven einzuplanen – das ist nicht nur deswegen ratsam, weil es zu unvorhergesehenen Ausgaben wie Reparaturen oder Neuanschaffungen kommen kann. Da manche Kredite mit variabler Verzinsung arbeiten, solltest du zudem in der Lage sein, die mit steigenden Zinsen ebenfalls erhöhte Rate zu begleichen. Eine erste Orientierungshilfe hinsichtlich des Kreditvolumens, das du mit deinen finanziellen Möglichkeiten voraussichtlich erwarten kannst, bietet übrigens unser Online-Kreditrechner.


Wieviel Eigenkapital benötige ich beim Immobilienkauf?

Unter Eigenkapital ist die Summe an Erspartem zu verstehen, die du selbst zur Finanzierung der Immobilie aufwendest. Je größer der Anteil an Eigenkapital, umso unwahrscheinlicher ist ein Zahlungsausfall deinerseits, was ein vergleichsweise geringes Risiko für die jeweilige Bank bedeutet und ihre Bereitschaft, dir einen Kredit zu gewähren, entsprechend erhöht. Folglich erhältst du bei einem größeren Eigenkapitalanteil meist auch attraktive Konditionen sowie niedrigere Zinsen. Natürlich fällt auch das benötigte Kreditvolumen in diesem Fall geringer aus, wodurch die Tilgungssätze gleichfalls sinken.

Zum Eigenkapital gehören:

  • Bargeld
  • Sparbücher und -briefe
  • Tages- und Festgeldkonten
  • Aktien und Zinspapiere
  • Gold und Silber
  • Fonds bzw. Anteile an diesen
  • Rückkaufswerte von Lebensversicherungen
  • Bausparguthaben
  • bebaubare Grundstücke sowie Baumaterialien
  • Etwaige Darlehen von Verwandten oder Arbeitgeber*innen

Empfehlenswert ist es, über zumindest 20% (idealerweise 30%) an Eigenkapital zu verfügen. Tust du das nicht, so solltest du ein entsprechend hohes konstantes Einkommen nachweisen können.


Was sind die Gesamtkosten beim Immobilienkauf?

Viele Menschen, die sich das erste Mal mit dem Thema Immobilienkauf beschäftigen, vergessen, dass Sie neben der Kreditsumme auch noch mit weiteren Kosten rechnen müssen: Dazu gehören 3% Maklerprovision, 3,5% Grunderwerbsteuer, eine Gebühr für die Grundbucheintragung von 1,2%, Notar*innen- bzw. Anwält*innenkosten von 1-2% sowie Vermittlungs- und Bearbeitungskosten. Wie du bei allen Punkten, vor allem aber bei den Vermittlungskosten sparen kannst? Richtig, mit miracl.

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