Hausbau – Die Kosten im Überblick

Es ist auch dein Traum, den eigenen Wohnraum, wenn schon nicht eigenhändig, so doch nach deinen eigenen Vorstellungen zu errichten? Wenn du also wissen willst, mit welchen Kosten du beim Hausbau rechnen musst, bist du hier genau richtig – wir gehen sie Schritt für Schritt mit dir durch. Und wenn du es besonders eilig hast, dann probiere jetzt gleich unseren Online-Kreditrechner aus!

Welche Kosten pro Quadratmeter sind zu erwarten?

Im Falle eines herkömmlichen Einfamilienhauses in einer Größe von 150 m2 schwanken die Herstellungskosten in Österreich zwischen 1 750 und 2 750 Euro pro Quadratmeter – woraus sich ein Mittelwert von 2 250 Euro pro Quadratmeter ergibt. Zu diesem Betrag kommen allerdings noch die Kosten für den Grundstückserwerb, die Finanzierung und weitere Kaufnebenkosten hinzu, mit denen beim Immobilienerwerb zu rechnen ist.

Was beeinflusst die Gesamtkosten beim Hausbau?

Die Lage des Grundstücks: Sowohl die Grundstückspreise als auch die Kosten für den Hausbau sind im urbanen Gebiet deutlich höher als in der ländlichen Region – insbesondere im Innenstadtbereich.

  • Haustyp und Bauart: Wenig überraschend liegen die Kosten für Fertigteilhäuser in der Regel unter denen von Massivbauhäusern. Auch der gewählte Haustyp hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Preis.
  • Materialien und Ausstattung:  Natürlich steigen die Kosten für den Hausbau auch mit der Qualität von Baumaterialien und Innenausstattung sowie mit der Modernität und Effizienz der Haustechnik.
  • Größe und Grundriss: Die Größe der Wohnfläche, ein komplexer Grundriss, eine hohe Anzahl von Stockwerken und der Ausbau des Kellers erhöht die Kosten ebenfalls.

 Anlagen außerhalb des Hauses: Auch die Kosten für Gärten, Garagen, Terrassen und andere Nutzflächen außerhalb des Wohnraums solltest du nicht unterschätzen.

Welche Kostenanteile muss ich beim Hausbau berücksichtigen?

Zunächst sind das die Kosten für das Grundstück selbst sowie die beim Erwerb anfallenden Nebenkosten. Dieser Kostenanteil ist abhängig von der Lage des Baugrunds. Des Weiteren entstehen Kosten für die Herstellung, also den eigentlichen Bau deines neuen Hauses an. Hierzu zählen die Einrichtung der Baustelle, Erdarbeiten, Roh- und Innenausbau, Dachdeckung, der Ausbau des Kellers sowie die Installation von Außenanlagen. Berücksichtige auch hier die Nebenkosten: Etwa Honorare für Bauleitung und Architekt*in, Kosten für die Baubewilligung, die Erschließung und Vermessung des Grundstücks sowie für das Bodengutachten.  Die Bauversicherung wird ebenfalls zu diesen Nebenkosten gerechnet. Schließlich bringt noch der Kredit, den du für die Realisierung deines Wohntraums aufnimmst, Finanzierungskosten mit sich. Vor der Aufnahme eines Kredits solltest du dich außerdem genau über die unterschiedlichen Kreditarten informieren, um die für deine Lebenssituation am besten geeignetste  Variante zu finden. 

Kostenanteile im Detail.

Die Herstellungskosten bestehen aus dem Preis für den Roh- und dem des Innenausbaus. Ca. 45 % dieses Kostenpunktest wirst du für den Rohbau aufwenden. Zu diesem zählen allgemeine Bau-, Erd- und konstruktive Arbeiten. Unter den allgemeinen Bauarbeiten werden folgende Tätigkeiten zusammengefasst:

  • Die Einrichtung der Baustelle sowie ihre Sicherung, die etwa 2 % der Rohbaukosten ausmachen
  • Erdarbeiten und Tiefbauarbeiten mit etwa 2-4 % der Rohbaukosten
  • Die Entwässerung, deren Kosten sich auf 1 % beläuft
  • Die Gestaltung von Außenanlagen mit einem Preis, der 8-12 % der Rohbaukosten ausmacht

Ferner zählen zu den konstruktiven Arbeiten:

  • Im Falle eines Massivbauhauses die Arbeiten von Maurer*innen (15-20% der Rohbaukosten)
  • Arbeiten mit Beton-/Stahlbeton, die 13-17 % ausmachen
  • Zimmerarbeiten (Holz, Dämmung etc.) über 5-10 %
  • Die Lattung des Daches, für die 15-20 % der Rohbaukosten anfallen

Im Zuge des Innenausbaus hast du schließlich die Möglichkeit, den Wohnraum nach deinen eigenen Vorstellungen zu gestalten und endlich das Eigenheim einzurichten, von dem du schon immer geträumt hast. Dabei fallen folgende Kosten an:

  • Für Putz und Estrich kannst du 15-25 Euro pro Quadratmeter einplanen
  • Für die Elektrik 40-100 Euro pro Quadratmeter
  • Für Heizung, Wasser, Gas und Strom (die Haustechnik) etwa 20-50 Euro pro Quadratmeter
  • Für die Arbeiten eines*einer Tischler*in an Fenster, Türen, Treppen etc. zwischen 80 und 120 Euro pro Quadratmeter
  • Bodenbeläge kosten dich etwa 30-50 Euro pro Quadratmeter
  • Maler*innenarbeiten 80-120 Euro pro Quadratmeter
  • Die Kosten für die Innenausstattung (Küche, sanitäre Anlagen etc.) belaufen sich schließlich auf 20-50 Euro pro Quadratmeter

Bleiben also noch die Nebenkosten. Diese sind einmalig zu bezahlen und betragen:

  •  500-800 Euro für die Baubewilligung
  • 10 000-15 000 Euro für Vermessung und Erschließung des Grundstücks
  • 500-1000 Euro für Zu- und Abfahrt zur Baustelle (die Baustraße)
  • 500-1000 Euro für das Bodengutachten
  • Honorare für Bauleitung und Architekt*in, die etwa 9-14 % der Gesamtkosten ausmachen
  • Zwischen 300 und 400 Euro für die Versicherung des Bauprojektes

Wo und wie lässt sich beim Hausbau sparen?

Bei der Wahl des Haustyps

Während Massivbauhäuser – wie es ihr Name bereits nahelegt – sowohl als witterungs- wie auch als wertbeständiger eingeschätzt werden, kannst du mit der Entscheidung für ein Fertigteilhaus sowohl Zeit als auch Geld sparen. Die Kosten für ein Fertighaus sind dabei vom jeweiligen Grad der Fertigstellung abhängig: Ein Ausbauhaus, das du in Eigenregie vollendest, erhältst du bereits für einen Preis zwischen 125 000 und 150 000 Euro. Für ein Fertighaus hingegen belaufen sich die Kosten auf etwa 1 750 bis 2 500 Euro pro Quadratmeter. Bei einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern würden sich deine Kosten bei einem mittelpreisigen Fertighaus damit auf etwa 300 000 bis 340 000 Euro belaufen. 

 

Durch erhöhte Eigenleistung

Auch, indem du beim Bau deines Hauses selbst Hand anlegst, kannst du Einsparungen erzielen. Du solltest dir dabei jedoch nicht nur über die physischen und psychischen Anstrengungen im Klaren sein, die das Heimwerker*innendasein mit sich bringt, sondern auch bedenken, dass es im Falle von Unsauberkeiten zu heiklen Haftungsfragen kommen kann.

 

Durch den Verzicht auf den Kellerausbau

Damit kannst du zwischen 40 000 und 50 000 Euro sparen. Da eine Unterkellerung nach der Fertigstellung des Hauses jedoch nicht nur teuer ist, sondern auch statisch nicht ganz unproblematisch, solltest du gründlich erwägen, ob du tatsächlich auf einen Keller verzichten willst.

 

Bei der Innenausstattung:

Indem du eine möglichst große Zahl von Angeboten für Küche, Bad und Co. miteinander vergleichst und dabei auf ein balanciertes Kosten-Nutzen-Verhältnis achtest, lassen sich auch in diesem Aspekt Einsparungen vornehmen.

 

Beim Installieren von Außenanlagen

Gerade Gärten, Garagen und andere Anlagen außerhalb des Wohnbereiches wachsen sich nicht selten zu einem erheblichen Kostenpunkt aus. Überlege, auf welche Anlagen du verzichten kannst – oft können sie zu einem späteren Zeitpunkt, etwa nach Rückzahlung des Immobilienkredits, in Angriff genommen werden. 

Du siehst also: Guter Rat zahlt sich aus

Beim Hausbau gibt es zusätzlich zu den Kosten für das Grundstück jede Menge Nebenkosten, an die man von Anfang an denken sollte. Es lohnt sich deshalb, so früh wie möglich mit einem Experten für Finanzierung zu sprechen. Dieser kann dir wichtige Tipps geben, was langfristig nicht nur Geld, sondern auch Nerven spart.

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*Repräsentatives Beispiel laut Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz (HIKrG)
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